Silobrand in einem Futtermittelbetrieb


Freitag, 23. März 2012, 14.25 Uhr, Weizenmühlenstraße, Hafen

Im Hafen brennen derzeit 50 Tonnen Futtermittel in einem Silo auf der Weizenmühlenstraße

Gegen 8.05 Uhr wurde die Feuerwehr zur Weizenmühlenstraße im Düsseldorfer Hafen gerufen. In einer Futtermittelfabrik hatte sich während des laufenden Produktionsprozesses ein Brand in einem der angeschlossenen Silos entwickelt. Betroffen waren 50 Tonnen Futtermittel. Da es sich bei dem Silo um einen geschlossenen Behälter handelt, war die Rauchentwicklung nach außen hin minimal und somit bestand keine Gefahr für die Bevölkerung. Das Silo wird zurzeit gesichert. Es wurden mehrere Einsatzabschnitte gebildet. Der Plan ist weiterhin das Silo mit Stickstoff zu fluten. Alle erforderlichen Vorbereitungen werden getroffen und mit allen Beteiligten abgestimmt.

Eine Verkehrsbeeinträchtigung im Hafen findet aktuell nicht statt. Die Einsatzdauer beträgt nach der jetzigen Lage noch ca 10 Stunden plus X. Vor Ort befinden sich derzeit noch zwei Löschzüge und mehrere Sonderfahrzeuge.

Eingesetzte Kräfte:
3 Züge der Berufsfeuerwehr, A-Dienst, B-Dienst, Sonderfahrzeuge, Feuerlöschboot, WF
Deutsche Montantechnik, Fa. Linde, Wasserschutzpolizei



Folgemeldung

Durch das Befüllen mit Stickstoff wurde die Sauerstoffkonzentration im Silo soweit herabgesetzt, dass die Gefahr einer Staubexplosion eingedämmt wurde. Zum jetzigen Zeitpunkt werden die ca. 50 Tonnen Futtermittel mit Förderbändern auf LKW verladen und zu einer benachbarten Lagerhalle transportiert. Das Entleeren des Silos wird über die gesamte Nacht durchgeführt und voraussichtlich bis zum Samstagmorgen abgeschlossen sein.
Zur Zeit sind noch ca. 70 Einsatzkräfte im Hafen beschäftigt.



Abschlussmeldung

Samstag, 24. März 2012, Weizenmühlenstrasse, Hafen

Das Fluten mit Stickstoff zum Herabsetzen der Sauerstoffkonzentration in dem betroffenen Siloturm zeigte gute Wirkung. Im Bereich eines Elevators noch mehrere Glutnester gefunden und abgelöscht, so daß in den späten Abendstunden „Feuer aus“ gemeldet werden konnte. Während der gesamten Nacht von Freitag auf Samstag war die Feuerwehr damit beschäftigt, den betroffenen Siloturm zu entleeren.

Am Samstagmorgen war die Entleerung abgeschlossen. Bei einer Kontrolle des Siloturms und einer dazugehörigen Förderschnecke mit einer Wärmebildkamera wurde in der Förderschnecke ein weiteres Glutnest entdeckt, das nach der Demontage eines Zulaufs von der Feuerwehr abgelöscht werden konnte.

Nach Aufräumarbeiten war gegen 11.30 Uhr der Einsatz der Feuerwehr beendet.


Fotos: Gerhard Berger TheNewshunter.com